Die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ stellte Hermersberg gestern ein überaus positives Zeugnis aus. Gelobt wurden besonders das bürgerschaftliche Engagement der Vereine und die vom Gemeinderat angestoßenen Entwicklungen. Der Rundgang durch die Gemeinde bildete den Auftakt des diesjährigen Dorfwettbewerbs.

„Es ist bestimmt nicht die schönste Gemeinde des Kreises, aber eine Gemeinde, in der es sich gut leben lässt“, fasste der Hermersberger Bürgermeister Erich Sommer gestern zusammen. Er hob die gut ausgebaute Infrastruktur hervor und die nahe Anbindung an Autobahn und Zugstrecken. Neben einem Supermarkt gibt es in Hermersberg Apotheken und Ärzte. „Davon profitiert die ganze Sickinger Höhe“, meinte Sommer. Die Gemeinde sei ständig im Gespräch mit Geschäftsleuten und Ärzten, um die Bedürfnisse der Bürger und des Handels aufeinander abzustimmen. „So versuchen wir, das am Leben zu erhalten und weiterzukommen“, sagte Sommer zum Dorfmittelpunkt.Für potenzielle Neubürger sei die Gemeinde attraktiv: „Momentan habe ich über 30 Bauplatzinteressenten und keinen Bauplatz.“ Deshalb solle ein Neubaugebiet her. Jurymitglied Norbert Kiefer meinte, das Dorf sei interessant für junge Familien, die sich niederlassen wollen. Er stelle fest, „dass der Ort gut aufgestellt und zukunftsfähig ist“.
„Sehr beachtlich, aus geschäftlicher Sicht, sind die Arbeitsplätze, die sie vorweisen“, sagte Kiefer und verwies beispielsweise auf die Firma Seibel, die laut Sommer ihre bisher drei Standorte in Deutschland künftig in Hermersberg konzentrieren will.

Waltraud Triem lobte die vielen Angebote, die es für die Hermersberger Einwohner von der Jugend bis ins hohe Alter gebe. Auch die Zusammenarbeit der Vereine im Vereinsring hob sie hervor. Katja Fürst sagte, bei der Bausubstanz im Ort sei „Potenzial vorhanden“ und lobte die Zusammenarbeit mit Experten im Rahmen der Dorferneuerung, um die Entwicklung voranzutreiben.

Klaus Bohl regte eine bessere Begrünung des Ortseingangs aus Richtung Weselberg an, sowie das Anpflanzen heimischer Sträucher im Umkreis der Sportanlage. „Auch ich werde demnächst Grünpflanzen in den Steingärten setzen“, sagte der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern, als die Kommission private Gärten bemängelte, in denen es an Grün fehle – eine altbekannte Kritik beim Dorfwettbewerb. Der Kommissionsvorsitzende Christof Reichert bescheinigte der Gemeinde, „auf dem richtigen Weg“ zu sein. Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde sei wichtig. Die Bürger sollten bei den Veränderungen mitgenommen werden.

1981 hatte Hermersberg laut Sommer das letzte Mal am Dorfwettbewerb teilgenommen. Jetzt, da das Dorf als Schwerpunktgemeinde Dorferneuerung gilt, wolle man sehen, wo Hermersberg im Vergleich zu anderen Orten stehe. Vier Tage nimmt sich die Kommission Zeit, um die am Wettbewerb teilnehmenden Dörfer des Landkreises zu besuchen. Am 14 . Mai will die Jury ihre Wertungen bekanntgeben.

Quelle: Die Rheinpfalz
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